Pips-Dada-Skulptur-Box

HEIMAT

Schauplätze einer Sehnsucht

„In der Schweiz sind Hass und Neid um die Hälfte geringer als anderswo. Das ist zum Teil im Wesen der Einwohner begründet, zum Hauptteil aber in dem landschaftlichen Charakter der Städte und dem Fehlen einer Großstadt. Verbringe deshalb hier deine Ferien; jährlich wenigstens vier Wochen.“ (Walter Serner)

“ Wehe dem, der keine Heimat hat!“ (Friedrich Nietzsche)

„Wir geben Ihrer Zukunft ein Zuhause.“ (LBS)

Bevor Steven Spielbergs Film „E.T. – Der Ausserirdische“ 1982 in die Kinos kam, wurde der Film in Los Angeles einem Testpublikum vorgeführt, dessen emotionale Reaktion als Gradmesser für die Erfolgschancen des Films dienen sollte. Das Publikum folgte dem Film lange Zeit so, wie Spielberg und die Produzenten es sich gewünscht hatten: Erst war es gespannt, dann amüsiert, und schliesslich sehr gerührt. Alle schluchzten im Kino, als E.T sehnsüchtig hinauf zu den Sternen blickte und zu Elliot, seinem zehnjährigen menschlichen Freund, sagte: „Telefonieren! Nach Hause!“ Und weil E.T. so schrecklich unter Heimweh litt, baute ihm Elliot einen wundersamen Telefonkasten, weshalb die Ausserirdischen E.T. am Ende doch noch von der Erde abholen konnten.

„E.T.“ ist ein Film über die Freundschaft zwischen einem kleinen Jungen und einem Ausserirdischen. Aber dass der Film ein Kassenhit wurde, verdankte er nur einem einzigen magischen Wort: „Home!“

Während ihres ersten Weltraumfluges brachen die Astronauten beim Anblick der Erde, die sie vom All aus sahen, in Tränen aus. Ergriffen sprachen sie von der „Schönheit des blauen Planeten“, nach dem sie sich in der endlosen Weite des Universums zurücksehnten.

„Zuhause ist es immer noch am schönsten“ behauptet auch der Volksmund. Aber wo befindet sich dieses Zuhause? Und was macht es eigentlich aus? Ist es ein Mensch, ein Hund oder ein Land? Wer sind die Kartographen unserer Sehnsucht, und wie sieht diese Kartographie überhaupt aus?

30-40 Künstler/innen und Autor/innen aus Europa und Übersee haben sich zu einem Gemeinschaftwerk zusammengeschlossen und eine Heimatbox erfunden, in der wir bestenfalls alle gern zuhause wären.

Claudia Pütz, Pips-Dada-Corporation